Prince of Persia: The Lost Crown erschien am 14. April 2025 für iOS und Android und brachte Sargons vollständiges ursprüngliches Abenteuer auf Smartphones und Tablets. Es handelt sich nicht um eine verkürzte Begleitversion. Im Jahr 2026 bietet die mobile Ausgabe eine praktische Möglichkeit, das Metroidvania-Actionspiel unabhängig von einem Fernseher zu spielen. Sie unterstützt Offline-Partien, externe Controller und eine speziell für kleinere Bildschirme entwickelte Touch-Oberfläche. Die wichtigsten Änderungen betreffen weder die Handlung noch die Spielwelt oder das Kampfsystem, sondern die Steuerung von Sargon sowie den Umgang mit anspruchsvollen Kämpfen und akrobatischen Passagen. Dieser Leitfaden erklärt, wie die Touch-Steuerung funktioniert, welche Hilfsoptionen tatsächlich nützlich sind und wodurch sich das Spielerlebnis auf einem Mobilgerät von der Konsolenversion unterscheidet.
So funktioniert die Touch-Steuerung auf Smartphones und Tablets
In der mobilen Ausgabe wird die feste Controller-Belegung durch virtuelle Schaltflächen ersetzt, die direkt über dem Spielbild liegen. Die Bewegung wird auf der linken Seite gesteuert, während Angriffe, Paraden, Sprünge, Ausweichbewegungen und Zeitkräfte auf der rechten Seite angeordnet sind. Dadurch sind Sargons wichtigste Aktionen unmittelbar erreichbar, allerdings müssen sich mehrere Befehle den begrenzten Platz auf dem Bildschirm teilen. Ubisoft löst dieses Problem mit einer anpassbaren Touch-Belegung. Die Schaltflächen lassen sich verschieben, vergrößern, verkleinern und in ihrer Form verändern. Das ist besonders auf Geräten mit ungewöhnlichen Seitenverhältnissen, abgerundeten Ecken oder Kameraaussparungen hilfreich.
Für normale Erkundungen und frühe Kämpfe ist die Touch-Steuerung gut nutzbar. The Lost Crown verlangt jedoch häufig mehrere Aktionen in kurzer Folge. Eine anspruchsvolle Passage kann beispielsweise aus einem Sprung, einem Luftdash, einer Wandbewegung und einem weiteren Sprung innerhalb weniger Sekunden bestehen. Spätere Kämpfe kombinieren Angriffe, Ausweichmanöver, Paraden und besondere Fähigkeiten. Physische Tasten lassen sich ertasten, ohne dass der Spieler auf sie schauen muss. Virtuelle Schaltflächen erfordern dagegen stärker ausgeprägte Bewegungsabläufe und Gewöhnung. Deshalb ist die beste mobile Anordnung nicht zwangsläufig die optisch ordentlichste. Wichtige Schaltflächen sollten dort liegen, wo die Daumen von selbst ruhen, selbst wenn das Ergebnis nicht vollkommen symmetrisch aussieht.
Die mobile Benutzeroberfläche unterstützt außerdem Seitenverhältnisse von 16:9 bis 20:9. Dadurch kann das Spiel die Breite moderner Smartphones nutzen, ohne das Bild lediglich zu strecken. Auf neuerer Hardware sind bis zu 60 Bilder pro Sekunde möglich. Eine flüssige Darstellung ist besonders wichtig, weil sich gegnerische Angriffe und bewegliche Hindernisse dadurch leichter erkennen lassen. Die tatsächliche Leistung hängt jedoch vom verwendeten Gerät, den Grafikeinstellungen und der Wärmeentwicklung während längerer Spielsitzungen ab. Auf älteren oder durchschnittlich ausgestatteten Smartphones kann eine stabile niedrigere Einstellung angenehmer sein als die höchste Grafikqualität mit schwankender Bildrate während Bosskämpfen.
Empfohlene Touch-Einstellungen für komfortables Spielen
Zu Beginn sollten die Schaltflächen für Sprung, Angriff, Parade und Dash vergrößert werden. Diese vier Befehle kommen besonders häufig zum Einsatz und sollten erreichbar sein, ohne den rechten Daumen weit bewegen zu müssen. Seltener verwendete Aktionen, etwa das Öffnen der Karte oder das Aktivieren einer situationsabhängigen Fähigkeit, können näher am Bildschirmrand platziert werden. Zwischen Parade und Angriff sollte außerdem etwas Abstand bleiben. Liegen beide Schaltflächen zu dicht beieinander oder überlappen sie sich, kann eine geplante Abwehraktion leicht als gewöhnlicher Angriff ausgeführt werden. Gegen Gegner, deren Attacken im richtigen Moment gekontert werden müssen, kann ein solcher Fehler entscheidend sein.
Transparenz und Größe der Schaltflächen sollten ausgewogen eingestellt werden. Sehr kleine Bedienelemente verdecken weniger von der Spielgrafik, lassen sich in schnellen Situationen aber schwieriger treffen. Sehr große Schaltflächen sind zuverlässiger, können jedoch Gegner, Fallen oder visuelle Hinweise in Sargons Nähe verdecken. Empfehlenswert ist es, jeweils nur eine Gruppe von Bedienelementen anzupassen, die neue Anordnung in einem sicheren Bereich zu testen und anschließend kleine Korrekturen vorzunehmen. Der Zufluchtsort und andere ruhige Bereiche eignen sich gut, um die Erreichbarkeit der Schaltflächen zu prüfen. Im Trainingsbereich lassen sich Angriffe und Verteidigungsabläufe wiederholen, ohne dass Spielfortschritt verloren geht.
Wer abwechselnd mit Touch-Eingabe und einem externen Controller spielt, sollte beide Belegungen möglichst vertraut gestalten. Das Spiel unterstützt externe Controller und vermittelt damit auf einem Smartphone ein Erlebnis, das deutlich näher an der Konsolenfassung liegt. Die Touch-Steuerung eignet sich für kurze Sitzungen und unterwegs, während ein Controller bei langen Bossversuchen und präzisen Bewegungsabschnitten meist komfortabler ist. Die Verwendung eines Controllers deaktiviert die mobilen Einstellungen nicht. Hilfsfunktionen, Schwierigkeitsanpassungen und Bildschirmoptionen bleiben verfügbar und können auf die bevorzugte Spielweise abgestimmt werden.
Hilfsoptionen und ihre sinnvolle Verwendung
Die mobile Ausgabe enthält automatische Hilfen, die die Zahl schneller Eingaben auf dem Touchscreen reduzieren. Die automatische Tranknutzung setzt einen Heiltrank ein, sobald Sargons Gesundheit einen niedrigen Wert erreicht. Dadurch endet ein längerer Kampf nicht nur deshalb, weil die entsprechende Schaltfläche zu spät berührt wurde. Die automatische Parade kann eingehende Angriffe abwehren, solange sich die Spielfigur nicht bewegt. Das macht die Verteidigung weniger streng, ohne jeden Kampf vollständig zu automatisieren. Der automatische Angriff wird ausgelöst, wenn Sargon sich einem Gegner nähert. Diese Funktion hilft Spielern, denen es schwerfällt, gleichzeitig die Bewegungsrichtung und eine Angriffsschaltfläche zu kontrollieren. Jede Hilfe lässt sich einzeln aktivieren, sodass nicht alle Erleichterungen gemeinsam verwendet werden müssen.
Weitere Funktionen betreffen den Schutz der Spielfigur und das Spieltempo. Der optionale Schild fängt einen Treffer ab und bietet damit einen kleinen zusätzlichen Spielraum in anspruchsvollen Begegnungen. Mit der Funktion Time Lord lässt sich das Geschehen auf 75 Prozent der normalen Geschwindigkeit verlangsamen. Angriffssignale, Fallen und bewegliche Objekte sind dadurch leichter zu erkennen. Diese Einstellung ist flexibler als eine reine Verringerung des gegnerischen Schadens, da sie die verfügbare Reaktionszeit verändert. Ein Bosskampf kann weiterhin gefährlich bleiben, während dem Spieler etwas mehr Zeit zur Verfügung steht, Muster zu erkennen und die passende Reaktion auszuwählen.
Mobile Spieler können zwischen drei Ausgangskonfigurationen wählen: einer Einstellung, die sich eng am ursprünglichen HD-Erlebnis orientiert, einer speziell für Mobilgeräte angepassten Variante und einer leichter zugänglichen Option mit zusätzlichen Hilfen. Diese Konfigurationen sind lediglich Ausgangspunkte und keine dauerhaft festgelegten Spielmodi. Einzelne Funktionen können später separat ein- oder ausgeschaltet werden. Das ist sinnvoll, weil sich die passende Einstellung im Laufe des Spiels ändern kann. Ein Spieler kann während der Erkundung normales Kampftempo bevorzugen, bei einem schwierigen Boss die automatische Tranknutzung aktivieren und für eine besonders anspruchsvolle Sprungpassage die Geschwindigkeit reduzieren. Auf diese Weise lässt sich gezielt ein bestimmtes Problem entschärfen, ohne die gesamte Herausforderung dauerhaft zu verändern.
Geführter Modus, Bewegungshilfen und ausgewogene Schwierigkeit
Der geführte Modus unterstützt die Navigation und greift nicht direkt in Kämpfe ein. Wenn er aktiviert ist, erscheinen Symbole, die Ziele markieren und anzeigen, welche Wege zugänglich oder durch eine noch nicht erhaltene Fähigkeit blockiert sind. Das ist auf dem Berg Qaf besonders nützlich, da die Wege mehrere Regionen miteinander verbinden und der Fortschritt häufig davon abhängt, mit einer neuen Zeitkraft in ein früheres Gebiet zurückzukehren. Der Modus zeigt nicht jedes Geheimnis und löst auch keine Rätsel automatisch. Er reduziert vor allem das Risiko, lange umherzulaufen, ohne zu erkennen, welcher Weg aktuell zum nächsten Ziel führen kann.
Das Spiel übernimmt außerdem die umfassenderen Zugänglichkeitsfunktionen der ursprünglichen Veröffentlichung. Mit dem Auge des Wanderers lassen sich Bildschirmaufnahmen an der Karte befestigen. Auf diese Weise können verschlossene Türen, unerreichbare Gegenstände oder auffällige Räume visuell festgehalten werden. Optionale Portale helfen dabei, ausgewählte schwierige Sprungpassagen zu umgehen. Interaktive Objekte können zudem deutlicher hervorgehoben werden. Diese Funktionen erfüllen unterschiedliche Aufgaben: Eine unterstützt das Erinnerungsvermögen, eine andere beseitigt eine körperliche Ausführungshürde und eine weitere verbessert die Erkennbarkeit wichtiger Details. Sie lassen sich unabhängig voneinander verwenden, sodass eine klarere Navigation nicht automatisch vereinfachte Kämpfe bedeutet.
Hilfsfunktionen sind am sinnvollsten, wenn sie Frustration verringern, ohne den Teil des Spiels zu entfernen, der dem Spieler Freude bereitet. Die automatische Parade kann zu jemandem passen, der gern erkundet, aber Schwierigkeiten mit schnellen Reaktionen hat. Der geführte Modus eignet sich dagegen für Spieler, die Kämpfe mögen, sich jedoch ungern in weitläufigen Gebieten verirren. Eine verringerte Geschwindigkeit kann außerdem als Trainingshilfe dienen. Nachdem ein Angriffsmuster bei 75 Prozent Tempo geübt wurde, kann der Spieler später zur normalen Geschwindigkeit zurückkehren und den Ablauf besser verstehen. Das Ändern dieser Einstellungen bringt keine Nachteile mit sich und entwertet einen abgeschlossenen Abschnitt nicht.

Mobile und Konsolenversion im Vergleich 2026
Das zentrale Spielerlebnis ist in beiden Fassungen weitgehend identisch. Nach Angaben von Ubisoft enthält die mobile Ausgabe 100 Prozent der Inhalte der ursprünglichen Veröffentlichung. Dazu gehören die Hauptgeschichte, der Berg Qaf, die grundlegenden Fähigkeiten, Gegner, Bosse, Nebenaktivitäten und Fortschrittssysteme. Es handelt sich nicht um eine vereinfachte Neuauflage, die ausschließlich auf kurze tägliche Sitzungen ausgelegt ist. Das Kampfsystem setzt weiterhin auf schnelle Bewegungen, Angriffskombinationen, präzise Verteidigung und Zeitkräfte. Die miteinander verbundene Karte motiviert dazu, mit neuen Fähigkeiten in bereits besuchte Gebiete zurückzukehren. Spieler, die die Konsolenversion kennen, treffen daher auf dieselbe grundlegende Struktur und dieselben wichtigen Begegnungen.
Die wesentlichen Unterschiede betreffen Eingabe, Benutzeroberfläche und Nutzungskomfort. Konsolen sind für einen physischen Controller und einen großen Bildschirm ausgelegt. Dadurch steht mehr Platz für Menüs und Anzeigen zur Verfügung, während präzise Aktionen leichter nach Gefühl ausgeführt werden können. Auf Mobilgeräten kommen eine neu gestaltete Benutzeroberfläche, frei anpassbare Touch-Bedienelemente und zusätzliche Automatikfunktionen zum Einsatz, die das Fehlen physischer Tasten ausgleichen. Außerdem kann die mobile Ausgabe offline gespielt werden und unterstützt externe Controller. Dadurch eignet sie sich sowohl für kurze Sitzungen unterwegs als auch für längeres Spielen zu Hause. Auf unterstützten neueren Geräten trägt eine Darstellung mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde dazu bei, die Geschwindigkeit des ursprünglichen Kampfsystems zu erhalten.
Auch das Kaufmodell unterscheidet sich. Die mobile App kann zunächst kostenlos heruntergeladen und ausprobiert werden. Anschließend wird das vollständige Spiel durch einen einmaligen In-App-Kauf freigeschaltet. Der während der Testversion erreichte Fortschritt bleibt erhalten. Konsolenversionen werden normalerweise vor dem ersten Spielstart vollständig gekauft. Die Formulierung „100 Prozent der ursprünglichen Veröffentlichung“ bezieht sich auf die Inhalte der Basisversion zum ursprünglichen Erscheinungstermin. Sie sollte deshalb nicht automatisch als Zusage verstanden werden, dass sämtliche später veröffentlichten kostenpflichtigen Erweiterungen anderer Systeme enthalten sind. Wer sich für eine bestimmte Erweiterung oder ein kosmetisches Paket interessiert, sollte vor dem Kauf die aktuelle Beschreibung im jeweiligen App-Shop prüfen.
Welche Version bietet das bessere Spielerlebnis?
Die Konsolenversion bleibt die naheliegendere Wahl für Spieler, die eine gleichbleibend präzise Steuerung wünschen, ohne zunächst eine Bildschirmbelegung einrichten zu müssen. Ein physischer Controller, ein größeres Bild und eine feste Hardwareumgebung sorgen besonders bei langen Spielsitzungen für mehr Komfort. Das gilt vor allem für spätere Bosskämpfe und komplexe Bewegungsabfolgen. Die Konsolenfassung ist außerdem sinnvoll für alle, die das Spiel bereits besitzen und keine tragbare Ausgabe benötigen. Trotz frei anpassbarer Schaltflächen und automatischer Hilfen kann die reine Touch-Steuerung das Gefühl physischer Tasten nicht vollständig ersetzen.
Die mobile Ausgabe bietet dagegen Vorteile bei Mobilität und Auswahlmöglichkeiten. Sie funktioniert offline, unterstützt Touch-Steuerung sowie Controller und erlaubt eine deutlich genauere Anpassung der Hilfsfunktionen als ein gewöhnlicher leichter Schwierigkeitsgrad. Dadurch eignet sie sich für Fahrten, Reisen oder Haushalte, in denen der Fernseher nicht jederzeit verfügbar ist. Der kostenlose Einstieg ist ebenfalls praktisch, da der Anfang des Spiels ausprobiert werden kann, bevor die Vollversion gekauft wird. Die Leistungsfähigkeit des Geräts sollte dennoch berücksichtigt werden. Das beste Ergebnis liefern neuere Smartphones und Tablets mit ausreichend Speicher, Arbeitsspeicher und geeigneter Wärmeableitung für ein umfangreiches Actionspiel.
Im Jahr 2026 lässt sich Prince of Persia: The Lost Crown Mobile am besten als vollständige Umsetzung mit durchdachten Änderungen an der Steuerung beschreiben, nicht als verkleinerte Ausgabe. Die Touch-Oberfläche benötigt eine kurze Eingewöhnungs- und Einrichtungsphase. Verschiebbare Schaltflächen, mehrere Ausgangskonfigurationen und gezielt einsetzbare Hilfen machen die anspruchsvolle Action jedoch auch auf einem mobilen Bildschirm gut beherrschbar. Die Konsolenversion hat weiterhin einen Vorteil bei der unmittelbaren Präzision. Die mobile Ausgabe bietet dafür mehr Freiheit bei Ort, Eingabemethode und Schwierigkeitsanpassung. Die Entscheidung hängt daher weniger von fehlenden Inhalten ab, sondern davon, ob physische Bedienelemente, Mobilität oder individuell anpassbare Unterstützung wichtiger sind.

